Nadine Secunde - Sopran - soprano
N A D I N E S E C U N D E
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s o p r a
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Elsa, Bayreuth

Katja Kabanowa

Arabella

Sieglinde


Ihre internationale Karriere begann in Wiesbaden. Wolfgang Wagner war anlässlich des Besuchs einer Aufführung der „Walküre” im Grossen Haus des Staatstheaters von ihrer Sieglinde so beeindruckt, dass er sie als Elsa für den Bayreuther „Lohengrin” verpflichtete. Von da an standen Nadine Secunde die Opernhäuser in aller Welt offen. Mit Bedacht vollzog sie über Jahre hinweg den Wechsel vom Jugendlich-dramatischen zum Hochdramatischen. Inzwischen ist sie eine begehrte Vertreterin dieses Fachs, zu dem unter anderen die Brünnhilden in Wagners „Ring” und die Strauss'sche „Elektra” gehören. Dank ihrer leidenschaftlichen, stimmlichen und schauspielerischen Interpretationen der höchst anspruchsvollen Partien wurde sie mit Ovationen bedacht.

Nadine Secunde, geb. in Cleveland/Ohio (USA), studierte Klavier und Gesang am Oberlin Conservatory und an der Indiana University bei Margarte Harshaw. 1979 kam sie mit einem Fulbright Stipendium nach Deutschland. Schon 1980 – nach einjährigem Aufenthalt an der Musikhochschule Stuttgart – erhielt sie ihr erstes Engagement am Hessischen Staatstheater Wiesbaden, wo sie u. a. wesentliche Rollen des Wagner-Repertoires sang. 1985 wurde sie Mitglied des Opernhauses Köln; hier debütierte sie in der Titelrolle von Janáceks Oper „Katja Kabanowa” in der Regie von Harry Kupfer und unter der musikalischen Leitung von Gerd Albrecht und konnte ihren künstlerischen Durchbruch erzielen. Es kam zu schneller Entwicklung einer grossen Karriere im jugendlich-dramatischen Fach. Bereits 1985 sang sie die „Arabella” in Richard Strauss’ gleichnamigem Werk an der Bayerischen Staatsoper zu München, im gleichen Jahr die „Katja Kabanowa„ an der Hamburger Staatsoper in einer Produktion von Sir Peter Ustinov. 1986 trat sie erstmals erfolgreich an der Wiener Staatsoper auf, es folgten weitere Verpflichtungen in München, Köln (Lisa in Tschaikowskys „Pique Dame”), Zürich (Sieglinde in „Die Walküre”) u. a.

Als grosse Wagner-Interpretin erwies sie sich namentlich bei den Bayreuther Festspielen; hier sang sie 1987/88 die Elsa im „Lohengrin” (Regie: Werner Herzog, musik. Ltg.: Peter Schneider), danach die Sieglinde im sogenannten „Kupfer”-Ring unter Daniel Barenboim. Seitdem gastierte sie regelmässig an vielen grossen deutschen und europäischen Häusern, so verzeichnet sie zahlreiche Auftritte an der Bayrischen Staatsoper München etwa mit der Elisabeth im „Tannhäuser” unter Zubin Metha; die Elsa, Sieglinde und Chrysothemis gab sie an der Wiener Staatsoper; mit der Chrysothemis debütierte sie unter Seji Ozawa in Paris, in London am Covent Garden unter Sir Georg Solti. Unter Christian Thielemann sang sie die Elsa am Teatro la Fenice zu Venedig und die Marschallin im „Rosenkavalier” in Bologna, am Théâtre Châtelet zu Paris die Leonore in „Fidelio” (musikalische Leitung: Daniel Barenboim), in Athen die Chrysothemis und auch die Marie in Alban Bergs „Wozzeck”. In Brüssel wirkte sie in den Hauptrollen des „Fidelio” und der „Lady Macbeth von Mzensk” von Schostakowitsch. Ein Höhepunkt der besonderen Art stellte die Mitwirkung in der Uraufführung der Oper „Venus und Adonis” von Hans Werner Henze an der Bayerischen Staatsoper dar.

Nadine Secundes amerikanisches Debut fand an der Lyric Opera Chicago als Elisabeth in Peter Sellars Produktion des „Tannhäuser” statt. Es folgten Engagements als „Cassandre” in „Les Troyens” von Berlioz in Los Angeles und als Chrysothemis in San Francisco (Dirigat: Christian Thielemann). Auch am Opernhaus in Seattle trat sie mehrfach auf, so in Wagners „Ring” und als Marschallin im „Rosenkavalier”. – Zudem sang sie in Übersee bei Gastspielen in Buenos Aires, Tokyo und Taiwan.

Bedeutende Konzertverpflichtungen führten sie nach Los Angeles (Beethovens „Neunte” mit André Previn), Minnesota („Lyrische Symphonie” von Zemlinsky mit Edo de Waart), Paris, Warschau (Penderckis „dies Irae”), Berlin, Birmingham (Bergs „Sieben frühe Lieder” mit Sir Simon Rattle), London, Boston, Paris, Rom („War-Requiem” von Britten unter Wolfgang Sawallisch) u. v. m.

Gegen Ende des letzten Jahrhunderts vollzog Nadine Secunde allmählich den Wechsel ins hochdramatische Fach und verzeichnet dort bedeutende Erfolge, vor allem in den Partien der Brünnhilde (Seattle, Bilbao, Buenos Aires, Amsterdam, Stuttgart), Isolde in Wagners „Tristan” (Hamburg, Strassburg, Taiwan) und als Elektra in Strauss’ gleichnamiger Oper (Marseille, Tokyo (mit Ulf Schirmer), Zürich (unter Christoph von Dohnanyi), Deutsche Oper am Rhein.

Zu ihren CD- und Schallplatten-Produktion gehören Einspielungen für DGG/Decca, Philips (Chrysothemis in „Elektra”), DGG (Renata in „Der feurige Engel” von Prokofieff in der Original-Sprache), Teldec (Sieglinde im „Ring”, auch als Video), Naxos Oper (Miss Jessel in „The Turn of the Screw” von Britten), Arthaus-Musik (Elisabeth im „Tannhäuser”). – Auf DVD bei EMI Classics (Katerina in „Lady Macbeth of Mzensk”) und Opus Arte (Sieglinde in der „Walküre”).




Isolde


Mit Placido Domingo